Schimmel im Dachgeschoss

Letzte Woche haben wir mit Schrecken feststellen müssen, dass sich bei uns im Dachgeschoss an Latten und Rigipsplatten Schimmel gebildet hat.

Schimmel

 

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Wie ist es dazu gekommen? Fangen wir dort an, wo wir bei unserem letzten Blogeintrag aufgehört haben...

Anfang Dezember wurde bei uns der Estrich gelegt. In der darauf folgenden Woche sollte eigentlich die Außendämmung angebracht werden, jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es begann an zu frieren und das Haus (mit Stahlbetondrempel und Ringanker) war völlig ungedämmt. Wegen des frischen Estrichs war es zudem sehr feucht.

Anfang Januar wurden endlich die Zähler für die Hausanschlüsse installiert und wir konnten nun unsere Heizung einschalten. Wir dachten eigentlich, dass das Haus über Weihnachten unter den gegebenen Temperaturen gut getrocknet sei, jedoch wurde es durch die Wärme der Heizung schnell feuchter. Die Feuchtigkeit im Haus setzte sich überwiegend an den Kältebrücken, dem ungedämmten Stahlbetondrempel und ungedämmten Ringanker, nieder.

Anstatt das Haus weiter trocknen zu lassen wurde der HvH Bauplan einfach weiter abgespult und die Rigipswand zwischen Bad und Stahlbetondrempel wurde verschlossen. Die dort eingeschlossene Feuchtigkeit konnte nun nur noch über zwei Deckendurchbrüche im HWR entweichen. Daher fing es dort richtig an zu tropfen. Natürlich haben wir unseren Bauleiter über unsere Bedenken in Bezug auf die Rigipswand sowie die Feuchtigkeit im Haus mitgeteilt, er sah jedoch keinen Grund einzuschreiten.

Plötzlich, eine Woche später, bekamen wir ohne Vorankündigung Bautrockner ins Haus gestellt. Wir freuten uns, da wir schon länger diesen Wunsch dem Bauleiter gegenüber geäußert haben, jedoch fragten wir uns auch, warum dies so plötzlich ohne Ankündigung geschah. Ungefähr zu gleichen Zeit entdeckten wir erste schwarze Punkte, Schimmel, auf einigen Rigipsplatten mit Kontakt zu den Außenwänden (im Bereich der Ringanker). Wir informierten direkt unseren Bauleiter, der den Schimmel mit Zitronensäure versucht hat zu bekämpfen. Laut seiner Aussage würde dies bei HvH immer so gemacht, wir bräuchten uns keine Gedanken machen. Schließlich würde man damit gute Erfolge erzielen. Der Schimmel sei nun abgetötet.

In den folgenden Tagen hatten wir den Eindruck, dass sich der Schimmel vermehrte und wir informierten besorgt unseren Bauleiter. Außer dem sprühen von Zitronensäure sah er jedoch keinen weiteren Handlungsbedarf. Das Bauprogramm von HvH wurde weiter abgespult, so dass die Deckendurchbrüche zum Hohlraum hinter dem Bad verschlossen wurden. Die Tatsache, dass dort weiterhin viel Wasser heraustropfte wurde einfach ignoriert. Da wir nicht locker ließen und immer wieder den ungedämmten Stahlbetondrempel erwähnten, kam unser Bauleiter schließlich auf die Idee diesen vorab zu dämmen. Dies wurde dann auch zügig umgesetzt, jedoch viel zu spät. Durch das Verschließen der Deckendurchbrüche kam keine Luft mehr in den Hohlraum, so dass sich dort wohl Schimmel bildete.

Von dem Schimmelproblem im Hohlraum neben dem Bad ahnten wir noch nichts, wir wollten jedoch wissen, was sich unter den Rigipsplatten mit dem Schimmel in den anderen Räumen verbirgt. Nach langen Diskussionen mit unserem Bauleiter ließ er endlich ein paar Platten entfernen, um unsere Befürchtungen zu entkräften. Doch damit trat, zu unserem Glück, erst das ganze Ausmaß des Problems ans Licht:

  • Im Hohlraum neben dem Bad hatte sich an den allen dort verbauten Latten richtig viel Schimmel gebildet. Es drang ein modriger Geruch nach dem Öffnen des Hohlraums in das Badezimmer, im Hohlraum war trotz der Heizung im Haus immer noch Feuchtigkeit vorhanden, obwohl die größte Kältebrücke, der Stahlbetondrempel, schon längst aufgrund unseres Drängens gedämmt war.
  • In den anderen Räumen gab es weitaus weniger Schimmel, jedoch hat sich unter den Rigipsplatten im Bereich der immer noch ungedämmten Ringanker Feuchtigkeit gesammelt, die zu mehr oder weniger starken Schimmelbildung vor allem an der Lattung unter den Rigisplatten geführt hat.

Wir haben die Mängel sofort bei HvH angezeigt und unseren Gutachter vom Bauherrenschutzbund hinzugezogen. HvH versprach den Schimmel zu entfernen, jedoch hat sich seit dem so gut wie nichts getan. Er wurde zum Teil frei gelegt, aber noch kein Stück entfernt.

Wie kann es sein, dass die Probleme nicht im Vorfeld erkannt worden sind? Warum wurde stur der Bauplan befolgt und alle Anzeichen ignoriert?

Liebe Firma HvH, wir wissen, dass Sie unseren Blog lesen (Sie sind einer unserer besten Besucher). Vielleicht hören Sie uns auf diesem Weg zu. Wir haben derzeit aus wohl nachvollziehbaren Gründen das Vertrauen in Sie verloren. Wir finden es völlig unangebracht, dass Sie uns in dieser Situation "alleine" lassen und nicht mit uns "kommuniziern". Sie versprechen uns, dass die vom Schimmell befallenen Latten im Bad entfernt werden, lassen jedoch keine Taten folgen. Die Trockenbauer, die zum angekündigten Termin im Haus waren, haben aber nur einen Bruchteil dessen erledigt, was Sie uns im Vorfeld versprochen haben. Unser Bauleiter befindet sich diese Woche im Urlaub, auf einen Anruf bei der Zentrale in Isernhagen bekommt man keine Antwort und die Vertretung des Bauleiters meldet sich nicht bei uns. Wir haben viel Geld in das Haus investiert und befürchten, das die Schimmelproblematik nicht restlost und zu unserer Zufriedenheit behoben wird. Nehmen Sie uns sowie unsere Berfürchtungen ernst!

Übrigens:

Bisher wurde die Dämmung aufgrund der Temperaturen nur teilweise an unserem Haus angebracht. Heute war es das erste Mal seit Langem wieder recht warm (+ 8 C), aber auf unserer Baustelle bzw. der HvH Baustelle in der Nachbarschaft wurde an der Dämmung nicht weiter gearbeitet! Es kann doch nicht sein, dass der Baufortschritt komplett von einer Person abhängt, so dass nichts passiert, sobald diese im Urlaub ist. Das gute Wetter sollte man nutzen um die Dämmung endlich vollständig anzubringen und damit die Ursache des Schimmels zu beseitigen.